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Allgemeine Informationen zu Übertragung, Symptomen, Vorbeugung und Impfung (7 Tage in der Woche, 0 bis 24 Uhr) unter 0800 555 621

Achtung! Wenn Sie Symptome aufweisen oder befürchten, erkrankt zu sein, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte 1450 oder kontaktieren Sie Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt.

FAQ Coronavirus

Impfung

In Österreich erfasst das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) alle vermuteten Nebenwirkungen von Arzneimitteln und Impfstoffen, die in Österreich aufgetreten sind und von Angehörigen der Gesundheitsberufe oder von Patient*innen gemeldet werden. In Österreich können Nebenwirkungen von Patient:innen sowie deren Angehörigen freiwillig direkt an das BASG gemeldet werden. Ärzt:innen, Apotheker:innen und andere Angehörige von Gesundheitsberufen sind gesetzlich verpflichtet, Nebenwirkungen zu melden.

Nach erfolgter Bearbeitung und Begutachtung werden die Daten gemäß den geltenden europäischen Gesetzen und Richtlinien an die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) weitergeleitet. Die Daten stehen damit den für diese Zulassungen verantwortlichen nationalen Arzneimittelbehörden und auch allen anderen europäischen Arzneimittelzulassungsbehörden zur laufenden Überwachung der Sicherheit zur Verfügung.

In enger Zusammenarbeit mit dem EU-Behördennetzwerk wird das Nutzen-Risiko-Verhältnis aller zugelassenen Arzneimittel laufend überwacht. Der Ausschuss für Risikobewertung in der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) analysiert alle Aspekte, die für die Sicherheit und Wirksamkeit eines Impfstoffs relevant sind. Gegebenenfalls werden neue Nebenwirkungen in die Fach- und Gebrauchsinformation des jeweiligen Impfstoffs aufgenommen oder andere Maßnahmen gesetzt, um eine sichere und wirksame Anwendung zu gewährleisten.

Laut Anwendungsempfehlungen des Nationalen Impfgremiums kann vorbeugend Paracetamol etwa 6 Stunden nach der Impfung eingenommen werden – gegebenenfalls wiederholt alle weiteren 6 Stunden für die folgenden 24 bis 48 Stunden. Es ist davon auszugehen, dass dabei die Wirkung der Impfung nicht beeinträchtigt wird. Bitte besprechen Sie in jedem Fall mit Ihrer Ärztin bzw. mit Ihrem Arzt, ob die Einnahme von Paracetamol für Ihre individuelle Situation geeignet ist.

Die Impfung bietet nach derzeitigem Wissensstand einen Individualschutz vor einer Erkrankung an COVID-19. Erste Untersuchungen lassen erkennen, dass Personen nach einer COVID-19-Impfung weniger ansteckend sind. Wie stark das Risiko, dass man noch ansteckend sein kann, durch eine Impfung reduziert wird, steht noch nicht fest und dürfte auch vom Impfstoff sowie von der infizierenden SARS-CoV-2-Variante abhängig sein.

Das hängt im Wesentlichen davon ab, ob und wie sich das Corona-Virus im Lauf der Zeit verändert: Derzeit geht man davon aus, dass sich dieses Virus langsamer verändert als Influenza-Viren, konkret vorhersagen kann man das aber nicht. Daher werden Veränderungen (Mutationen) des SARS-CoV-2 Virus genau beobachtet, damit man rechtzeitig erkennen kann, ob eine Anpassung des Impfstoffes erforderlich ist.

Auffrischungsimpfungen ab 18 Jahren sind derzeit für beide mRNA-Impfstoffe (Pfizer BioNTech und Moderna) zugelassen. Auch das Nationale Impfgremium (NIG) empfiehlt die Auffrischungsimpfung ab 18 Jahren – mit dem COVID-19-Impfstoff von Pfizer BioNTech ab 18 Jahren, mit dem COVID-19-Impfstoff von Moderna erst ab 30 Jahren.

Zugelassen sind Auffrischungsimpfungen ab 6 Monaten nach der 2. Impfung für die jeweilige Produktserie: also 1., 2. und 3. (Auffrischung) Impfung mit jeweils demselben Impfstoff, somit ohne Impfstoffwechsel. Alle anderen Kombinationen für eine Auffrischung entsprechen nicht der Zulassung und sind daher „off-label-Anwendungen“.

Das NIG empfiehlt grundsätzlich, mit dem gleichen mRNA-Impfstoff (Pfizer BioNTech und Moderna) aufzufrischen, der schon zuvor angewendet wurde, lässt jedoch einen Impfstoffwechsel unter den mRNA-Impfstoffen für die Auffrischung zu. Allerdings mit der Einschränkung, dass das NIG derzeit aufgrund von internationalen Sicherheitsberichten (vermehrtes Auftreten von Herzmuskelentzündung bei jüngeren Erwachsenen) empfiehlt, den COVID-19-Impfstoff von Moderna bei Personen unter 30 Jahren nicht einzusetzen. Stattdessen soll der COVID-19-Impfstoff von Pfizer BioNTech verwendet werden, auch wenn sich dadurch ein Produktwechsel ergibt.

Ebenso wird vom NIG als Auffrischung für Impfungen mit dem Covid-19-Impfstoff von Janssen (2 Dosen Janssen bzw. 1. Dosis Janssen und 2. Dosis Pfizer BioNTech oder Moderna) eine 3. Impfung ausschließlich mit einem mRNA-Impfstoff (Pfizer BioNTech oder Moderna, bei Moderna nur über 30 Jahre) empfohlen.

Nach 2 Dosen mit dem COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca werden mRNA-Impfstoffe (Pfizer BioNTech und Moderna) zur Auffrischung 6 Monate nach der 2. Dosis empfohlen, auch hier ist bei der Produktwahl die Altersgrenze von 30 Jahren (Moderna) zu beachten.

Es gibt gesonderte Empfehlungen für Genesene und Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Mehr Informationen in den Anwendungsempfehlungen des Nationalen Impfgremiums

Nein, keine Impfung garantiert hundertprozentigen Schutz. Auch kein anderes Arzneimittel kann jeder Patientin/jedem Patienten eine hundertprozentige Wirksamkeit garantieren.

Bei Impfstoffen sind lokale Reaktionen an der Einstichstelle (z. B. Rötungen, Schmerzen) und Allgemeinreaktionen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Temperaturerhöhung, Fieber und Unwohlsein allgemein bekannt. Das kann zwar unangenehm sein, diese Nebenwirkungen sind aber in der Regel harmlos und verschwinden nach wenigen Tagen. Sie zeigen, dass das menschliche Immunsystem auf den Impfstoff reagiert.

Sehr seltene Nebenwirkungen können erst festgestellt werden, wenn ein Impfstoff zugelassen und in einer wesentlich größeren Population, als dies in klinischen Studien möglich ist, verwendet wird. Daher werden Impfstoffe auch nach der Zulassung weiter überwacht. Die Hersteller können verpflichtet werden, Langzeitstudien nach erfolgter Zulassung durchzuführen, deren Ergebnisse sie den Behörden auch vorlegen müssen. Absolute Sicherheit kann aber kein Arzneimittel und kein Impfstoff garantieren.

Nicht jedes Krankheitszeichen, das im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung auftritt, ist auch auf die Impfung zurückzuführen. Wenn Impfstoffe an sehr viele Personen verabreicht werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer Impfung Beschwerden auftreten, die nicht durch die Impfung, sondern durch andere Ursachen, wie eine zeitgleich oder kurz danach aufgetretene andere Erkrankung, ausgelöst wurden.

Der wöchentlich aktualisierte Bericht über die Meldungen vermuteter Nebenwirkungen steht auf der Website des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) als Download zur Verfügung.

Die Auflistung möglicher Nebenwirkungen ist der Gebrauchsinformation der Impfstoffe zu entnehmen.

Ja, in sehr seltenen Fällen werden Zulassungen für Impfstoffe wieder aufgehoben, wenn sich die Datenlage oder das Nutzen-Risiko-Verhältnis wesentlich ändert (z. B. es treten häufig bisher unbekannte und schwere Nebenwirkungen auf). Wird die Zulassung aufgehoben, muss der Impfstoff unverzüglich vom Markt genommen werden.

Ein Hersteller, dessen Impfstoff bereits in einem Nicht-EU-Land zugelassen wurde, kann auch bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) einen Antrag auf Zulassung stellen. Voraussetzung dafür ist, dass der Hersteller einen Unternehmenssitz in der EU hat. Wo der Impfstoff produziert wird, spielt keine Rolle. In jedem Fall gelten bei der Zulassung durch die EMA und für die Überwachung der Anwendung dieselben strengen Kriterien bezüglich Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit, wie bei Impfstoffen, die zuerst in der EU zugelassen werden.

Übertragung

Viren verändern sich ständig durch Mutation, Untersuchungen des Erbguts des SARS-CoV-2-Virus haben gezeigt, dass es etwa alle zwei Wochen zu einer derartigen Mutation kommt. Die meisten neu auftretenden Mutationen haben keinen Einfluss auf die Ausbreitung des Virus oder die Schwere der Erkrankung. Einige Mutationen oder Kombinationen von Mutationen können allerdings dem Virus einen Vorteil verschaffen, wie z. B. eine erhöhte Übertragbarkeit oder die Fähigkeit, sich der Immunantwort des Wirts zu entziehen, aber auch Einfluss auf die Schwere der Erkrankung haben. Derzeit werden von der WHO folgende „Variants of Concern“ gelistet: B.1.1.529, die Okikron-Variante; B.1.617.2, die Delta-Variante; B.1.351, die Beta-Variante und P.1, die Gamma-Variante. Diese Varianten sind leichter übertragbar und sind in der Vergangenheit in einigen Regionen der Welt zum vorherrschenden SARS-CoV-2-Virus-Typ geworden. Derzeit dominiert in Österreich die Omikron-Variante das Infektionsgeschehen.

Als Cluster bezeichnet man in der Epidemiologie Häufungen von Fällen innerhalb eines bestimmten Zeitraums in einer bestimmten Region. Besteht dieser zeitliche und räumliche Zusammenhang, spricht man bereits ab zwei Fällen von einem Cluster.

Unter asymptomatisch Infizierten versteht man Personen, die das Virus zwar in sich tragen, aber keinerlei Symptome aufweisen. Mittlerweile geht man davon aus, dass rund 20 Prozent der Infizierten in diese Gruppe fallen. Zu unterscheiden davon sind so genannte präsymptomatisch Infizierte: Sie sind bereits ein bis zwei Tage vor Auftreten von Symptomen kontagiös (= ansteckend).

Die Übertragung von SARS-CoV-2 erfolgt hauptsächlich über Tröpfchen, z. B. beim lauten Sprechen, lautem Singen oder durch Husten oder Niesen. Eine Übertragung kann in bestimmten Situationen auch über die noch kleineren Aerosole (feinste luftgetragene Flüssigkeitspartikel) erfolgen, die längere Zeit in der Luft schweben können, z. B. wenn viele Personen in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen zusammenkommen.

Unter einem Superspreading-Event versteht man ein Ereignis, bei dem eine Person deutlich mehr Menschen ansteckt als das im Schnitt der Fall ist. Studien haben gezeigt, dass rund 20 Prozent der Infizierten den Großteil der Ansteckungen verursachen. Allerdings scheint das Setting, d. h. Ort und Zeitpunkt der Ansteckung (geschlossene Räume, schlechte Durchlüftung, Aktivitäten wie lautes Sprechen, Schreien oder Singen) eine größere Rolle bei der Entstehung eines Superspreading-Events zu haben.

Kinder jeden Alters können sich mit SARS-CoV-2 infizieren und das Virus auch übertragen. Fälle bei jüngeren Kindern scheinen jedoch weniger häufig zu einer Weiterübertragung zu führen als Fälle bei älteren Kindern und Erwachsenen. Kinder haben laut aktueller Datenlage jedoch eine viel niedrigere Wahrscheinlichkeit für eine schwere Erkrankung bzw. für einen tödlichen Ausgang als alle anderen Altersgruppen. Die genaue Belastung durch COVID-19 und seine Langzeitfolgen für Kinder ist Gegenstand aktueller Forschung.

Nein: Von Fleisch, Wurst, Eiern, Obst, Gemüse, Wasser usw. geht keine Gefahr durch das neuartige Coronavirus aus. Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über herkömmliche Lebensmittel bzw. über Trinkwasser/Leitungswasser oder Oberflächenwasser mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel bekannt.
Vom Genuss von rohem Fleisch oder Blut von Wildtieren wie Schlangen, Fledermäusen etc. wird aber dringend abgeraten.

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zum Thema

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit

Diverse Haus-, Heim- und Wild- bzw. Zootierarten, wie Katzenartige (inklusive Großkatzen wie Tiger, Löwen etc.), Hunde, Frettchen, Marderhunde, Hirsche, Goldhamster, Kaninchen und diverse Primaten (z. B. Gorillas) können mit dem COVID-19 Erreger SARS-CoV-2 infiziert werden. In allen bekannten Fällen einer natürlichen Infektion erfolgte diese höchstwahrscheinlich über infizierte Menschen. Geflügel, Pferde, Rinder und Schweine können nicht oder nur sehr ineffizient infiziert werden. Die Ausprägung der klinischen Symptome reicht in Abhängigkeit von der betroffenen Tierart von subklinisch (d. h. keine Krankheitssymptome) bis zu zumeist milder klinischer Symptomatik (vor allem Katzenartige und Frettchen sowie Nerze); die Tiere spielen nach heutigem Wissensstand in der Weiterverbreitung der Infektion keine Rolle. Eine Ausnahme stellen Nerze aus kommerziellen Pelzfarmen dar, wo eine von Nerzen ausgehende Infektion von exponierten Menschen dokumentiert ist.

Bis zum Vorliegen gegenteiliger Informationen ist trotz des Auftretens neuer Virusvarianten davon auszugehen, dass Heim- und Haustiere in der Verbreitung der SARS-CoV-2 Infektion keine bedeutende Rolle spielen. Jedoch sollten unabhängig von der aktuellen Situation grundlegende Hygieneregeln, wie das gründliche Händewaschen mit Seife nach dem Kontakt mit Tieren oder deren Ausscheidungen beachtet werden. Sollte bei TierbesitzerInnen selbst eine Infektion mit diesem Virus bestätigt werden, ist es ratsam, den Kontakt zu empfänglichen Haustieren wie Katzen und Hunden (genauso wie zu menschlichen Mitbewohnern oder Familienangehörigen) so gering wie möglich zu halten, eine Gesichtsmaske (FFP2-Maske) zu tragen und sich vor und nach jedem Kontakt mit Ihrem Tier gründlich die Hände mit Seife zu waschen. Wenn möglich, sollte die Betreuung des Tieres vorrangig durch eine gesunde (nicht infizierte) Person erfolgen.

Nach derzeitigem Wissensstand ist es weder bei einer Infektion von Menschen noch von Tieren notwendig oder sinnvoll, sich von den Haustieren zu trennen.

 

Friedrich-Loeffler-Institut: Welche Rolle spielen Haus- und Nutztiere?

Welttiergesundheitsorganisation (OIE): FAQ Coronavirus und Heimtiere

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Handelswaren (z. B. Spielzeug) ein Risiko darstellen. Wie lange genau das Virus auf Oberflächen bleibt, ist derzeit noch unklar. Wenn man in die Hand hustet oder niest und dann eine Türklinke anfasst oder sein Telefon anfasst und weiterreicht, kann das Virus theoretisch so übertragen werden. Aufgrund der geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren Quelle einer Infektion sein könnten.

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zum Thema

Erkrankung

Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung stellt den wichtigsten Infektionsweg dar. Neben den Sekreten des Atmungstraktes und Speichel könnten auch Ausscheidungen (Harn, Stuhl) und Körperflüssigkeiten (Blut, Rippenfellflüssigkeit, Gelenkspunktate usw.) infektiös sein. Die Übertragung des Virus von einer kontagiösen Person auf eine andere ist bereits 1 bis 2 Tage vor Symptombeginn möglich. Die Übertragung durch Personen, die zwar infiziert und kontagiös waren, aber gar nicht erkrankten (asymptomatische Übertragung), ist ebenfalls möglich.

Die Inkubationszeit (Zeitraum zwischen Ansteckung und Beginn von Krankheitssymptomen) betrug bei den bisher beobachteten Virusvarianten bis zu 14 Tage, im Mittel 5 bis 6 Tage. Bei der Omikron-Variante ist die Inkubationszeit vermutlich kürzer.

Infektionen von Menschen mit gewöhnlichen Coronaviren sind meist mild und asymptomatisch. Häufige Anzeichen einer Infektion mit SARS-CoV-2 sind u. a. Fieber, Husten, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden. Es kann auch zu Geruchs- und Geschmacksverlust, Durchfall und Erbrechen kommen. In schwereren Fällen kann die Infektion eine Lungenentzündung, ein schweres akutes Atemwegssyndrom, Nierenversagen und sogar den Tod verursachen. Es gibt auch milde Verlaufsformen (Symptome einer Erkältung) und Infektionen ohne Symptome.

Diese Frage kann derzeit noch nicht abschließend geklärt werden. Man geht davon aus, dass wie bei klassischen Coronaviren eine Immunität entsteht, wie lange und in welcher Stärke dieser Re-Infektionsschutz über größere Zeiträume anhält, ist derzeit nicht abschließend geklärt und hängt auch immer von den zirkulierenden Virusvarianten ab.

Bei milder bis moderater Erkrankung ist die Möglichkeit einer Ansteckung anderer nach mehr als zehn Tagen seit Beginn der Krankheitszeichen bei gleichzeitiger Symptomfreiheit erheblich reduziert. Bei schweren Erkrankungen und bei Vorliegen einer Immunschwäche können die Betroffenen auch noch deutlich länger ansteckend sein.

Die Sterblichkeitsrate ist jedenfalls deutlich niedriger als bei MERS (bis zu 30 Prozent Sterblichkeit) und SARS (ca. 10 Prozent Sterblichkeit). Man geht derzeit bei SARS-CoV-2 von einer Sterblichkeit von ca. 0,3 Prozent aller infizierten Personen aus. Allerdings ist die Sterblichkeit von Land zu Land teilweise sehr unterschiedlich und variiert nach Altersgruppen. Bei unter 25-Jährigen liegt die Sterblichkeit bei fast null, bei 25 bis 50-Jährigen unter 0,1 % und bei über 65-Jährigen je nach Risikofaktoren zwischen 1 und 10 %, in Ausnahmefällen sogar noch höher.

Allgemein gilt, dass auf Grund der physiologischen und immunologischen Umstellungen während der Schwangerschaft eine erhöhte Empfänglichkeit für Infektionen nicht ganz ausgeschlossen werden kann.

Nach derzeitigem Kenntnisstand weisen über 85 % der schwangeren Frauen mit COVID-19 nur leichte oder mittelschwere Symptome, ähnlich  einer  Erkältung oder eines grippalen Infektes auf. Schwere Verlaufsformen mit Auftreten von Lungenentzündungen oder anderen  Komplikationen, die eine Versorgung im Krankenhaus nötig machen, sind nach derzeitigem Kenntnisstand selten. Die Wahrscheinlichkeit  für die  Aufnahme auf eine Intensivstation und die Notwendigkeit einer Beatmung ist aber bei Schwangeren mit COVID-19 im Vergleich zu Nicht-Schwangeren mit COVID-19 um den Faktor 2-3 erhöht, das ist etwa vergleichbar mit der Situation bei Influenza.

Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe

Wenn keine anderen medizinischen Gründe vorliegen, ist ein normaler Geburtsvorgang möglich. Auch das Stillen ist prinzipiell möglich, weil es unwahrscheinlich ist, dass das Virus über die Muttermilch übertragen wird.

Folgeschäden treten bei COVID-19 relativ häufig auf und werden mittlerweile als Post-Covid-Syndrom oder Long-Covid bezeichnet. Müdigkeit, kognitive Störungen und Kurzatmigkeit sind die Hauptsymptome, es wurden jedoch schon über 200 verschiedene Symptome bei Betroffenen beschrieben, die für viele Monate anhalten können.

Die Behandlung erfolgt grundsätzlich symptomatisch, d. h. durch Linderung der Krankheitsbeschwerden wie z. B. durch Gabe fiebersenkender Mittel.

Vorbeugung

Folgende Maßnahmen werden empfohlen:

  • Impfung
  • Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich mit Wasser und Seife oder einem alkoholhaltigen Desinfektionsmittel
  • Masken tragen im Alltag
  • Vermeiden Sie direkten Kontakt zu anderen Menschen (Mindestabstand 2 m)
  • Innenräume regelmäßig lüften

Gesundheitsministerium: FFP2-Masken, MNS und Abstandspflicht

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sieht im Einsatz von Atemschutzmasken in Innenräumen eine Möglichkeit, die Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung durch infizierte Personen, die noch keine Symptome entwickelt haben, zu verringern. Diese Empfehlung beruht auf Untersuchungen, die belegen, dass ein relevanter Anteil von Übertragungen vor dem Auftreten oder vor dem Erkennen erster Krankheitszeichen und damit unbemerkt erfolgt.

ECDC: Using face masks in the community - Reducing COVID-19 transmission from potentially asymptomatic or pre-symptomatic people through the use of face masks

Coronaviren reagieren sehr empfindlich auf Umwelteinflüsse. Unter Laborbedingungen können sie Stunden bis mehrere Tage auf glatten Oberflächen überleben. Es gibt allerdings keine Belege, dass Türklinken, Haltegriffe, Geldscheine oder ähnliches bislang bei der Übertragung eine wichtige Rolle gespielt haben; direkter persönlicher Kontakt (länger als 15 Minuten, Abstand unter 2 Meter) stellt derzeit den bedeutendsten Übertragungsweg dar.


Weiterführende Informationen

Aktuelle Maßnahmen

Informationen des Gesundheitsministeriums zu den derzeit gültigen Maßnahmen finden Sie hier

Informationen zu Arbeitsrecht, Reiserecht, Schulen, Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, Unterstützung

Arbeiterkammer und ÖGB: Homepage für arbeitsrechtliche Fragen

Verein für Konsumenteninformation: Fragen rund ums Reisen

Wirtschaftskammer: Coronavirus Infopoint

Bildungsministerium: Informationen und Empfehlungen für Schulen und Eltern

Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus: Informationen zu Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend: FAQ zu arbeitsrechtlichen Fragen (Kurzarbeit), Auswirkungen auf Familien, Sonderbetreuungszeit

Aktualisiert: 05.05.2022

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